Das Buch

Familien sind Vielfalt

Eine Patchworkfamilie mit jugendlichen Kindern stellt andere Anforderungen an den Urlaub als ein junges Paar mit Säugling. Genau darin steckt die Herausforderung für die Tourismuswirtschaft. Kirsten Harms und Kerstin Heuwinkel stellen das Phänomen Familienurlaub vor. Konkret gehen sie u. a. auf die Reisemotive, die Bedürfnisse und die Reiseentscheidung ein. Auch die Angebotsgestaltung, z. B. die Anreise, Unterkunft, Freizeitgestaltung und Verpflegung, lassen sie nicht außer Acht.
Ein aufschlussreiches Buch für Tourismusstudium und -praxis, z. B. Hotellerie, Reiseveranstalter und Reisebüros. Es ist auch für reisende Familien eine informative Lektüre.

Erhältlich im Buchhandel oder über den Verlag

Inhalt

I Eine Einführung und die Grundlagen des Familienurlaubs
1 Was wir von Modern Family und den Simpsons lernen können – Eine Einführung
2 Urlaubsträume von Familien

II Familien als Zielgruppe
3 Familien als Zielgruppe im Tourismus – Wie gestalte ich Angebote für Familien
4 Checklisten für die Praxis

III Wohin geht die Reise? Resümee und Ausblick

Über uns

Warum dieses Buch?

Kirsten: Weil es mir in meiner Arbeit gefehlt hat.

Kerstin: Die kurze Antwort ist, dass Kirsten ein Buch für die Arbeit fehlte. Die längere Antwort ist, dass Familie sowohl für mich persönlich als auch innerhalb der Gesellschaft an Bedeutung gewinnt bzw. das Bewusstsein dafür, wie wertvoll Familie sein kann, gestiegen ist.

Wie bist Du als Kind mit Familie gereist?

Kirsten: Auf jedem Fall sehr gerne und viel. Wenn auch nicht so weit. Dänemark und die Mittelgebirge waren die jährlichen Ziele, Highlights waren Touren nach Berlin oder dann sogar Paris. An Hotelurlaub kann ich mich nicht erinnern. Meist waren wir in Ferienwohnungen und irgendwann gab es dann einen selbstausgebauten Camper, das fand ich wunderbar abenteuerlich! Als Einzelkind war ich alleine mit meinen Eltern unterwegs und wir haben die Zeit zusammen in der Natur verbracht, gerne erinnere ich mich an wilde Wanderungen immer querfeldein – bei denen viel und schräg (jedenfalls von mir) gesungen wurde.

Kerstin: Ich habe im Garten meiner Tante in England laufen gelernt und dieser Garten hat mich viele Jahre begleitet. Meistens waren wir in den Oster- und Herbstferien dort. Der Sommerurlaub fand regelmäßig an der Nordsee mit Eltern, Tante, Oma und Opa statt. Es gab auch mal eine Flugreise nach Griechenland. Als Zwölfjährige reiste ich alleine zu einer befreundeten Familie in die USA. Das bedeutet vier Wochen Heimweh.

Wie reist Du heute?

Kirsten: Das Campen habe ich irgendwann wiederentdeckt, ansonsten nutze ich gerne die Bahn. Beruflich bin ich viel im deutschsprachigen Raum unterwegs und versuche dabei immer noch ein bisschen Zeit zum Entdecken neben den Terminen einzuplanen. Im Sommer genieße ich die jährlich wiederkehrenden Camping-Treffen mit vielen Menschen aus dem Freundeskreis – von Klein bis Groß, eine kleine Urlaubs-Familie für ein Wochenende.

Kerstin: Die Reisen sind sehr vielfältig. Es sind sowohl berufliche kürzere Reisen innerhalb Deutschlands und Europas dabei als auch mal eine Fernreise. Letztere versuche ich so bewusst wie möglich zu gestalten. Mit der Familie sind wir gerne am und auf dem Wasser. Schön ist es, wenn ich in einem Land Kolleg:innen habe und diese mit uns gemeinsam etwas unternehmen. Ein Höhepunkt war das Sammeln von Pfifferlingen und Blaubeeren in Finnland.

Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel

Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel lehrt verantwortungsvolles Tourismusmanagement, Tourismussoziologie, sowie Gender und Diversität im Tourismus an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Kirsten Harms

Kirsten Harms ist Tourismusberaterin mit Schwerpunkt Familientourismus und Mitglied im Beratungsnetzwerk Gäste von Morgen.